Basiswissen Medizin des Alterns und des alten Menschen

Rezension zu „Basiswissen Medizin des Alterns und des alten Menschen“

Das Lehrbuch „Basiswissen Medizin des Alterns und des alten Menschen“ von Andrej Zeyfang, Ulrich Hagg-Grün und Thorsten Nikolaus aus dem Springer-Verlag umfasst in der 2.Auflage 305 Seiten mit 41 Abbildungen und 42 Tabellen und ist in handlichem Kitteltaschenformat gestaltet.

Eine inhaltliche Gliederung erfolgt anhand klassischer geriatrischer Syndrome z.B. Schlaganfall, Inkontinenz, Demenz, Gebrechlichkeit und Schmerz. Dabei wird jedes Kapitel mit einem didaktisch aufgearbeitetem Fallbeispiel eingeleitet, wodurch ein guter Praxisbezug hergestellt wird und der Leser auf den ersten Blick die klinische Relevanz des Themas erkennen und einschätzen kann.

Nach der Vorstellung des Fallbeispiels wird durch „weiterführende Fragen“ eine Art Gliederung für die Aufarbeitung des Themas aufgestellt, indem Schwerpunkte direkt angesprochen werden. Die Antworten auf diese Fragen werden zum Ende des jeweiligen Kapitels noch einmal konkret und kurz beantwortet, wodurch sich ausgewählte Fakten besser nachschlagen lassen, ohne nochmals das gesamte Kapitel lesen zu müssen.

Die Themen selbst werden nicht als isolierte Syndrome behandelt, sondern es werden auch immer wieder Wechselwirkungen und gegenseitige Einflussnahme angesprochen und durch Tabellen grafisch unterstützt. Auch bei den Therapievorschlägen wird eine Vielzahl an nicht-medikamentösen Varianten angesprochen, um Alternativen aufzuzeigen. Diese Aufarbeitung fördert ein ganzheitliches Verständnis für die geriatrischen Erkrankungen und lenkt den Blick von dem rein medizinischen Fall auf den Patienten als Mensch.

Im Mittelteil befinden sich 58 MC-Fragen mit Lösungen zur Prüfungsvorbereitung. Dies ist eine gute Möglichkeit zur Wiederholung im Prüfungsstil, allerdings wäre eine Platzierung dieses Kapitels am Ende des Buches eventuell chronologisch sinnvoller.

Das Design ist in schwarz-weiß, beziehungsweise blau als Kontrast gestaltet, dies verleiht dem Buch einen schlichten und etwas trockenen Charakter, wobei eine kapitelweise farbliche Akzentuierung als visuelle Orientierungshilfe nützlich erscheinen könnte und farbige Bilder die Gesamtwirkung etwas auflockern und eventuell gefälliger machen könnten.

 

Insgesamt bietet dieses Buch mit seiner kurzen, interdisziplinären Betrachtungsweise eine gute und grundlegende Einführung ins Feld des ärztlichen Umgangs mit alten Menschen als Patienten und Menschen. Für weitere Informationen, die den Rahmen des Buches sprengen würden, werden im Serviceteil Literaturvorschläge angebracht.

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