Checkliste Anamnese und klinische Untersuchung (Thieme)

Die Checkliste Anamnese und klinische Untersuchung ist ein kompaktes Nachschlagewerk, das sich für Famulaturen, PJ und auch für Untersuchungskurse wunderbar eignet. Durch das kleine Format passt es in jede Kitteltasche und dank der guten Gliederung findet man sehr schnell die Informationen, die man sucht.

Zwar sind die einzelnen Abschnitte recht kurz gehalten, aber dennoch findet man ein breites Angebot an nützlichen Informationen in dem Buch.

Insgesamt ist die „Checkliste“ in vier farblich getrennte Abschnitte gegliedert.

Im grauen Teil finden sich allgemeine Grundlagen zu Anamnese, körperlicher Untersuchung und ergänzenden Untersuchungen, wie apparative Diagnostik. Es gibt einen sehr guten Teil zum Thema Blutentnahme, was gerade für die erste Famulatur durchaus von großem Nutzen sein kann. Außerdem wird die Anlage von Venenverweilkanülen erklärt und die Punktion subkutaner Portsysteme. Ebenfalls sehr hilfreich und immer wieder zu gebrauchen ist die Normwerttabelle am Ende des grauen Teils.

Der grüne Teil ist der bei weitem ausführlichste. Hier wird die Untersuchung aller Organsysteme im Einzelnen beschrieben. Für jedes der Systeme werden als erstes die Grundlagen und Anamnese und dann die Untersuchungsmethoden erklärt. Schließlich folgen Beispiele für die wichtigsten Erkrankungen und ein Abschnitt für die weiterführende Diagnostik. Der grüne Teil ist gut gegliedert und durch die vielen Bildchen und schematischen Darstellungen sehr anschaulich gestaltet und gut verständlich. Durch die vielen kurz gehaltenen Tabellen bekommt man sofort einen Überblick über Methoden, Befunde, Ursachen etc., ohne sich durch lange Texte zu quälen.

Auch den blauen Teil finde ich sehr hilfreich. Hier werden konkret für jedes Fach die Aufnahmeuntersuchungen mit nützlichen Hinweisen beschrieben. Dieser Abschnitt gibt einem einen roten Faden an die Hand, wie man in den verschiedenen Fächern bei der Patientenaufnahme am besten vorgeht, ohne etwas zu vergessen.

Im roten Teil werden die wichtigsten Leitsymptome behandelt. Hervorzuheben sind hier die übersichtlichen Abbildungen zu den jeweiligen differentialdiagnostischen Vorgehensweisen. Die Abbildungen helfen dabei, auf einen Blick die wesentlichen Differentialdiagnosen und das weitere Vorgehen zu erfassen.

Alles in allem ist die „Checkliste“ ein sehr praxisnahes und anwendungsbezogenes Buch, was ich für Studenten im klinischen Abschnitt nur empfehlen kann. Das Buch ist kurz und präzise und verliert sich nicht in Details. Dadurch bekommt man zu jedem Thema einen schnellen und umfassenden Überblick.

 

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