Checkliste Neonatologie (Thieme)

Im Vorwort der Checkliste Neonatologie, die in der dritten und vollstandig überarbeiteten Auflage 2008 im Thieme Verlag erschienen ist, bezeichnen die Autoren Ihr Werk selbst als den „Oberarzt im Kittel“. In dieser Rezesion soll es neben einer kurzen Vorstellung des Buches deshalb auch insbesondere darum gehen, in wie fern dieses Buch auch für den Medizinstudenten/PJ´ler geeignet und nützlich ist.

Der Aufbau des Buches orientiert sich an dem übersichtlichen und auf das schnelle Finden von Informationen ausgelegte Konzept sämtlicher Checklisten des Thieme Verlags und unterteilt sich in folgende, farblich codierte Kapitel:

Im grauen Teil werden die Grundlagen für die tägliche Arbeit, wie wichtige Arbeits- und Untersuchungstechniken, aber auch Hinweise zur Elternbetreuung und Antworten auf häufige juristische und ethische Fragen im Kontext der Neonatologie abgehandelt

Der blaue Teil das vom Umfang größte Kapitel und führt von der Schwangerschaft über die Geburt und die Erstversorgung im Kreißsaal hin zu praxisrelevanten neonatologischen Krankheitsbildern – inklusive der Besonderheiten in Ernährung und Beatmung des Neugeborenen.

Im roten Teil findet man neben Reanimationsrichtlinien ausführliche Informationen zur Medikamententherapie. Zusätzlich werden Besonderheiten der Medikamententherapie bei Nieren- und Leberinsuffizienz sowie während der Schwangerschaft besprochen

Der Anhang enthält Formblätter und Perzentilenkurven, aktuelle Laboradressen, Informationen zu Gewinnung, Asservierung und Versand von Untersuchungsmaterial sowie Labor-Normalwerte.

Neu in der 3. Auflage sind Evidenzangaben zu Therapieempfehlungen, sowie zwei neue Kapitel mit den Themen Wärmehaushalt bzw. Hirntoddiagnostik, sowie eine Liste mit weiterführenden Links.

Was die Präsentation der Inhalte angeht, so ist diese meißt stichwortartig und informationsdicht. Dies entspricht auch dem Anspruch der Checkliste, eine schneller Informationsgeber für den Klinikalltag zu sein und kein Lehrbuch.Was diesen Anspruch angeht so wird er meiner Meinung nach von der Checkliste hervorragend erfüllt. Handliche Format, Schutzumschlag, übersichtliches Layout und nicht zuletzt den neuesten, nach dem Prinzip der „Schwarmintelligenz“ zusammengetellten, Stand der Neonatalogie.

Mehr noch als bei den Checklisten der „großen Disziplinen“ (Innere, Chirurgie, Pädiatrie…), stellt sich allerdings die Frage, ob man als StudentInn ein solches Buch schon braucht.Ich denke, dass es vor allen Dingen für StudentInnen, die sich in verstärktem Maße für Pädiatrie interessieren, oder Ihr PJ in der Pädiatrie absolvieren eine sinnvolle und schnelle Informationsquelle auf Station sein kann. Reinschauen lohnt sich in jedem Fall!

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