Crashkurs Pharmakologie (Elsevier)

Der Crashkurs Pharmakologie wurde ursprünglich als Repetitorium zum 2. Saatsexamen konzipiert. Das Werk erstreckt sich in 47 Kapiteln über 360 Seiten und behandelt die für die mündliche und schriftliche 2. Ärztliche Prüfung wichtigsten Themen der Pharmakologie.

Das Buch ist äußerst gut strukturiert. Nach einer zehn Seiten kurzen Zusammenfassung der pharmakologischen Grundlagen in Pharmakokinetik und Pharmakodynamik bauen die folgenden Kapitel gut auf einender auf. Es wird immer zunächst ein neues Themengebiet (z.B. Anidiabetika; Neuroleptika) inklusive seiner verschiedenen Stoffklassen und Medikamente vorgestellt, woraufhin das nachfolgende Kapitel mit der konkreten Therapie einzelner Erkrankungen dieses Themengebiets behandelt (z.B. Therapie des Diabetes mellitus; Therapie der Schizophrenie und Manie).

Die Stoffklassen-/ bzw. Medikamenten-bezogenen Kapitel beginnen mit einer tabellarischen Übersicht über die verschiedenen Wirkstoff-Gruppen, woraufhin diese in Wirkung, Wirkmechanismus, Kontra-/ Indikation, Pharmakokinetik und Wechsel-/ Nebenwirkung vorgestellt werden.

Die Therapie-orientierten Kapitel definieren zunächst die Erkrankung und bieten einen kurzen Überblick über klinische Symptome und Ätiologie.
Im Anschluss werden die möglichen Therapieoptionen dargestellt, wobei die jeweiligen Pharmaka noch einmal mit ihren wichtigsten Eigenschaften aufgelistet werden. Dabei wird oft zwischen Akuttherapie und der Therapie bei chronischer Erkrankung differenziert sowie eine prophylaktische Therapie vorgestellt. Auch Vor- und Nachteile der verschiedenen Medikamente und deren damit verbundene unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten deutlich.

Didaktisch besticht das Buch durch Schlüsselwörter zu Beginn eines Abschnitts, die schnell einen Überblick über den kommenden Inhalt geben, sodass man bei Wiederholungen vor Prüfungen oder dem Examen auf einen Blick beurteilen kann, wie sicher man ist und wie viel Zeit man noch auf den jeweiligen Abschnitt verwenden sollte.
Zur besseren Orientierung im Kapitel findet man in einer Randspalte beschreibende Stichworte zum nebenstehenden Text.
Als prüfungsorientiertes Werk gibt es natürlich auch Hinweise auf oft geprüfte Fakten, Besonderheiten, Merksätze oder Fallen des IMPP.
Weiter gefallen zusätzliche Kästen mit konkreten klinischen Hinweisen, die den Bezug zur praktischen Arbeit herstellen und damit das Lernen erleichtern.
Diverse Schemazeichnungen, Tabellen und ein Wirkstoff-Handelsnamen-Register am Ende runden das Gesamtwerk ab.

Fazit:

Das Buch „Crashkurs Pharmakologie“ von Claudia Dellas bietet einen guten Überblick über die allgemeine und spezielle Pharmakologie. Als Prüfungs- und Examensvorbereitung ist es daher gut geeignet, wobei die Grundlagen aber etwas ausführlicher sein dürften. Als Einsteiger sollte man sich also noch etwas zusätzliche Grundlagenliteratur besorgen.

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