Der klinisch-infektiologische Fall (Springer)

Wer kennt das nicht: Trockene Mikrobiologie, langwieriges Pauken von Viren und schwierige Unterscheidung von Parasiten. Dieses Fallbuch ermöglicht es, sich die Unterschiede im klinischen Erscheinungsbild und Verlauf spielerisch klarzumachen und durch den klinischen Verlauf zu rätseln, was den Patienten befallen hat.

Jeder Fall beginnt mit einer prägnanten Überschrift, wie „Fischers Fritze fischt frische Fische…“ oder „Grippe mit Flügeln“, und der klinischen Präsentation des Patienten sowie primärer Diagnostik, die einen ersten Einblick in die Problematik bietet. Fragen ermöglichen die gerichtete Diskussion des Falles, bevor der weitere klinische Verlauf und Fortgang der Diagnostik beschrieben wird. Röntgenbilder, mikroskopische Grampräparate von Bakterien sowie Kulturmorphologien von Pilzen machen die Infektiologie zum Greifen nah und nehmen der sturen Auswendiglernerei die langweilige Komponente. Durch das aktive Durchsprechen und Thematisieren der Fälle, kann man sich die feinen Unterschiede der Erreger klarmachen, typische Verläufe aneignen und wichtige Differenzialdiagnosen zu stellen. Diagramme der Erregerhäufigkeit und tabellarische Übersichten z.B. zu dem allseits beliebten Thema der exfoliativen Hauterkrankungen erleichtern das Lernen. Geradezu optimal ist der Aufbau zum Quizzen in Gruppen und interaktiven Lernen dieses interessanten und wichtigen Faches der Klinik.

Wenn dieses Buch auch nicht das normale Lehrbuch der Mikrobiologie ersetzt, ebenso wenig wie das Pauken der Erreger, so macht es doch die Differenzialdiagnose und das Lernen zu einem wesentlich leichteren und interessanteren Unterfangen. Als Ergänzung für Interessierte ist dies also das optimale Buch zur Mikrobiologie, welches auch im klinischen Alltag eine gute Ergänzung und einen wichtigen Beitrag bieten dürfte.

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