Die 50 wichtigsten Fälle: Gynäkologie (Elsevier)

Praktisches Selbstlernbuch mit Differentialdiagnoseanleitung

Elseviers gibt mit diesem Buch sein Debüt in einer „ultimativen Fälle-Reihe“ im Fach der Gynäkologie. Angepriesen als systematisch und lösungsorientiert sollen Fälle im 4-Seiten-Prinzip durchgegangen werden und noch dazu die 50 wichtigsten der Frauenheilkunde! Liest man den Klappentext, verspricht das Buch ob für Medizinstudenten oder frischgebackene Asistenzärzte deshalb sehr viel.

Schon nach kurzem Durchgehen erkennt man ein sehr gut gekennzeichnetes „Farbleitsystem“, wie Elsevier es nennt, dass einen von der Diagnose bis zur Nachsorge durchführen soll. Jeder Fall wird auf einer Seite mit klinischem Untersuchungsbefund, ggf. Sonographie und Laborwerten vorgestellt und der Leser wird zum differentialdiagnostischen Miträtseln angehalten und durch den Fall geführt. Auf den folgenden drei Seiten bietet dieses Buch nun ausführliche Differentialdiagnosen mit gewichteten Wahrscheinlichkeiten: Vom Tumor bis zur Zyste wird alles durchgesprochen und erläutert, warum es dies sein könnte oder es eher unwahrscheinlich ist. Weiterführende, sinnvolle Diagnostik wird im entsprechenden Fall und allgemein besprochen, schließlich wird dem Leser ein Überblick über die Diagnose, Therapie und Prognose in sehr gut verständlichem, mitreißendem Text gegeben und evtl. Nachsorge aufgeführt. Auch schafft es Elsevier im schon aus manchen Kompaktlehrbüchern bewährtem Stil nach wichtigen Abschnitten ein orange hinterlegtes Merkblatt für den Leser zu setzen und nach jedem Fall eine kurze Zusammenfassung des Gelesen zu geben.

Im Großen und Ganzen lässt dieses Buch tatsächlich wenig Wünsche offen und hält, was Urban & Fischer verspricht. „50 wichtigste Fälle Gynäkologe“ führt an die wichtigsten Thematiken in einem etwas ausführlicheren Format als manche Kurzlehrbücher oder manch andere Fallbücher heran. Durch das als Selbstlernkonzept gedachtes Prinzip, kann man das Buch vor Prüfungen in der Klinik, aber auch begleitend im Alltag nutzen und es ist sicherlich nicht nur für Fachinteressierte gedacht sondern auch für jeden anderen eine sehr gute, auf den Punkt gebrachte Bereicherung in der Fachliteraturwelt. Endlich ein Fallbuch, was auch nach Wahrscheinlichkeiten Differentialdiagnosen gewichtet und dem Leser das „Wie und Warum“ klar vor Augen führt. „Von der Verdachtsdiagnose zur Therapie“, so wie es sein sollte!

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