Die 50 wichtigsten Fälle- Pädiatrie

 

Der Aufbau des Buches unterteilt sich folgender Maßen, zu Beginn findet man ein Abkürzungsverzeichnis sowie ein Inhaltsverzeichnis vor, welches nach 1) Fällen 2)Krankheitsbildern und 3) Fachgebieten sortiert ist. Die schafft einen guten Überblick über den Inhalt des Buches, so dass man entweder die Fallbeispiele der Reihe nach abarbeiten kann oder gezielt Krankheitsbilder suchen kann. Jede Falldarstellung ist in Aufbau, Struktur und Layout einheitlich und als einzelnes Kapitel (je drei Seiten) aufgeführt. Man findet in etwa diesen Aufbau vor: Anamnese, Untersuchungsbefund, Labor und Fragen, nächste beiden Seiten: Lösungen, Merkkästchen und Zusammenfassung.

Der Schreibstil ist kurz und prägnant, man wird nicht mit langen und unverständlichen Sätzen überfordert. Die Didaktik ist intuitiv, Layout und Design sind klar und strukturiert, so dass es sich um ein sehr übersichtliches Werk handelt. Zu (fast) jedem Fallbericht wurden Abbildungen, Tabellen oder Schaubilder eingefügt.

 

Inhaltlich ist fällt zunächst auf, dass 50 Patienten unterschiedlichen Alters „vorgestellt“ werden, vom Neugeborenen bis hin zum Jugendlichen. Positiv möchte ich das umfangreiche Spektrum der Fachgebiete anmerken (Neurologie, Endokrinologie/ Stoffwechsel, Hämatologie -Onkologie, Kardiologie, Gastroenterologie, Infektiologie, Neonatologie, Orthopädie/ Rheumatologie, Nephrologie, Pneumologie, Urologie, genetische Syndrome, HNO). Dies verschafft dem Leser sicherlich einen guten Überblick über die wichtigsten Krankheitsbilder. Es werden keine „Kolibris“ vorgestellt, aber die Informationen zu den behandelten Themen sind doch recht ergiebig.

 

Die Lösungen werden in sinnvoller Reihenfolge (gemäß: Verdachtsdiagnose und Differentialdiagnosen, Diagnostik, Pathogenese, Definition des Krankheitsbildes und Therapie) abgehandelt, so dass man sich ein systematisches Vorgehen für die Praxis davon herleiten und abschauen kann.

Um den Praxisbezug zu verdeutlichen und eine Systematik für das klinische Procedere (auch in Prüfungssituationen) zu erstellen, wäre beispielsweise ein Flussdiagramm „von der Aufnahme bis hin zur Entlassung“ sehr hilfreich gewesen.

 

Abschließend lässt sich festhalten, dass man vom Umfang des Buchs nicht erschlagen wird und eine realistische Chance hat das Buch in einigen Tagen durchzuarbeiten ohne den Überblick über das Gelernte zu verlieren. Allerdings ist ein gewisses Vorwissen zu Bearbeitung der Fälle erforderlich. Daher ist es meiner Meinung nach besonders empfehlenswert zur Vorbereitung auf mündliche Prüfungen oder das mündliche Staatsexamen. Als reines Lehrbuch für das Fach Pädiatrie ist es sicherlich nicht die beste Wahl, aber dafür wurde das Buch auch nicht konzipiert.

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