Gray’s Anatomie für Studenten (Elsevier)

graystudDas Lehrbuch zur makroskopischen Anatomie versteht sich als Standardwerk und verzichtet inhaltlich auf die Darbietung der Neuroanatomie sowie der Histologie. Auf dem US-amerikanischen Markt ist es das meistgekaufte Anatomiebuch unter Studenten – und hat sich somit fest etabliert. Das deutsche Pendant zu diesem Bestseller lehnt sich nahezu 1 zu 1 an diese Version an. Die traditionell englische Didaktik überzeugt mit ihrem Sinn für das Ganze und zahlreichen klinischen Bezügen. Die Abbildungen mögen auf den ersten Blick etwas gewöhnugsbedürftig sein – sie illustrieren grundsätzlich schematisch und nicht detailgetreu, wie z.B. im Prometheus, die Konsequenz hieraus ist das jede(s) Abbildung (Schema) nicht nur als schönes Bild fungiert, sondern tatsächlich die Idee und Intention deutlich wird.

Durch den bewussten Verzicht auf die Histologie und die Neuroanatomie (für welche man sich meist ohnehin separate Bücher kauft) kann sich Gray’s Anatomie Zeit für die makroskopische Anatomie nehmen – nicht zuletzt ist es die Überarbeitung durch Prof. Paulsen (Uni Halle-Wittenberg) welche das Buch für den deutsche Markt fit macht; Prüfungsrelevantes Wissen ist nicht isoliert, sondern im Kontext mit dem Blick für das Ganze sowie zahlreichen Klinischen Bezügen dargestellt.

Die Strukturierung der einzelnen Kapitel lässt schnell auf das didaktische Konzept, welches sich in der englischen Auflage bewahrheitet hat schlissen. Die Kapitel beginnen mit einer Orientierungshilfe in Form einer Übersicht, welche den Inhalt kurz wiedergeben und somit bei der Strukturierung helfen. Dem schleißt sich eine ausführliche Betrachtung der Topographie an die Kapitel schließen mit der Oberflächenanatomie und Klinischen Fällen.

Fazit: Ein hervorragendes makroskopie Lehrbuch dessen didaktisches Konzept ausgereift ist – der Preis von knapp 60 € ist vergleichbar mit Pendant wie der Dualen Reihe und erscheint als angemessen. Ich selbst hatte das Buch für den Präpkurs und war super zufrieden, da es hier wirklich um den Zusammenhang geht und dadurch das Lesen viel flüssiger wird. Die Darbietung der Oberflächenanatomie war zudem für den Kurs „Anatomie am Lebenden“ sehr hilfreich.

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