Innere Medizin in 5 Tagen

Das Lehrbuch „Innere Medizin in 5 Tagen“ von W. Karges und S. Al Dahouk, welches im Springer Verlag erschienen ist, umfasst in der 3. Auflage 452 Seiten und kostet 24,99€.

Das Buch stellt sich als Repetitorium bzw. Kurzlehrbuch dar: Die großen Kapitel der Inneren Medizin (Kardiologie, Angiologie, Pneumologie, Infekologie, Gastroenterologie, Hämatologie uvm) werden tageweise systematisch behandelt. Dabei ist jeder Tag gut strukturiert und die einzelnen Krankheitsbilder werden nach jeweils gleichem Prinzip abgearbeitet: Definition, Klinik, Diagnostik, Therapie. Diese wiederkehrende und sinnvolle Gliederung unterstützt eine gewisse Routine und Systematik beim gedanklichen Wiederholen der erlernten Fakten. Die Länge der Abschnitte und Kapitel entspricht weitgehend ihrer praktischen Relevanz und schweift nicht zu Exoteninhalten ab, auch einige Verweise zu typischen IMPP-Fragen lassen sich finden.

Die Themen selbst sind in kurzen, prägnanten Stichpunkten beschrieben, einzelne Memos am Rand verweisen auf bereits Bekanntes oder zeigen wichtige Hintergrundinformationen auf.

Optisch ist das Buch in nüchternem blau-weiß-Stil gehalten, Bilder, Schemata o.Ä. werden nicht verwendet, lediglich einige Tabellen fassen Stadien oder Reaktionstypen zusammen. Auch farbige Markierungen von Schlagworten, zur Gewichtung der Fakten oder zum Hervorheben von spezifischen Unterschieden lassen sich nicht finden. Auf den Seiten ist jedoch ein extrabreiter Rand der Platz für eigene Notizen lässt, vorgehalten.

 

Insgesamt eignet sich das Buch gut als Begleitmaterial zur Vorlesung, Vorbereitung auf Klausuren sowie das Examen und liefert dabei einen fundierten Überblick über die Innere Medizin. Dabei lässt es sich gut bearbeiten, handschriftlich ergänzen und ermöglicht Sachverhalte so zu lernen, dass sie auch aktiv reproduzierbar sind: prägnant und gegliedert – wie im mündlichen Examen. Es stellt jedoch keinen Ersatz für ein umfassendes Lehrbuch mit Fließtexten, Grafiken und Bildern dar, auch auf Fallbeispiele, Erfahrungswerte, gern gefragte Differenzialdiagnosen und aktuelle Studien muss verzichtet werden.

 

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