Notaufnahme Innere Medizin – Pocket

Aufbau:

Wie alle Bücher der Pocket-Reihe richtet sich das Pocket „Notaufnahme Innere Medizin“ and die Kitteltasche von Pjlern und Assistenzärzten.

Das Buch ist wirklich extrem dünn, mit nur 100 Seiten, und belastet so die ohnehin schon vollen Kitteltaschen nicht zu sehr.
Das Büchelchen ist unterteilt in 5 Kapitel. Hier liegt der Fokus auf Leitsymptomen und Verdachtsdiagnosen. Außerdem gibt es noch die Kapitel Notrufnummern, Normalwerte, Dosierung und Notfallindikation.
Der Aufbau ist pocket-like mit vielen Tabellen und Stichworten aufgebaut und entspricht der typischen farblichen Gestaltung der Pocket-Reihe in grau.

Inhalt:

Das „Notaufnahme-Innere-Medizin-Pocket“ verzichtet noch mehr als andere Pocket-Bücker auf didaktisch aufbereiteten Inhalt. Es geht ihr wirklich darum, schnell und kompakt Infos zu erhalten.

Allerdings ist der Inhalt meiner Meinung nach, doch etwas sehr stichwortartig und kurz gehalten, um wirklich noch nützlich zu sein.

Es gibt zwar grobe Hinweise auf verschiedene Differentialdiagnosen, aber weder Hinweise auf die Differenzierung dieser, noch zum genaueren klinischen Erscheinungsbild oder zu weiterführenden Maßnahmen und zur Therapie.

Auch zu häufigen Krankheiten wie Pneumonie oder Angina pectoris gibt es keine ausreichenden Informationen bezüglich weiterer Maßnahmen im Notfall. Noch nicht einmal Erstmaßnahmen bei Luftnot oder ein paar Vorschläge zur antibiotischen Therapie.

Wobei genau dies die Punkte sind, die einen ja in der Notaufnahme interessieren. Ich fand das Pocket leider nicht zielführend oder hilfreich.

Ausführlichere Bücher wie die Checkliste Innere von Thieme sind doch wesentlich patienten- und praxisorientierter und bieten mehr Einblicke in Therapieoptionen und eventuelle Komplikationen.

Preis/Leistung und Fazit

Leider ist das Buch in diesem Falle wirklich zu knapp, zu unvollständig und zu wenig praxisorientiert aufgebaut. Es hat weder geholfen, weitere Differentialdiagnosen abzuarbeiten, noch bei Therapieplanung oder dem erkennen von Komplikationen, war es wirklich hilfreich.

Die Normalwerte-Tabellen halte ich für völlig überflüssig, schließlich stehen diese bei den Laborausdrucken dabei. Auch Notfallnummern helfen meiner Meinung nach nicht weiter. Schließlich gibt es meist interne Nummern, die sich ja von Krankenhaus zu Krankenhaus unterscheiden.

Letztlich muss ich leider sagen, dass das Pocket „Notaufnahme-Innere-Medizin“ eine Anschaffung nicht wirklich lohnt.

Hier solltet ihr euch ein etwas ausführlicheres Werk anschaffen, was nach akutellen Leitlinien aufgebaut ist und ausführlicher ist.

 

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