Survivalbook für den medizinischen Alltag (LOB)

survivalbook„Als angehender Arzt überleben im Klinikalltag“ so in etwa könnte das Motto des Suvivalbooks lauten welches im Januar diesen Jahres (2008) im KVM Verlag erschienen ist.

Auf 240 Seiten versucht dieses im Kitteltaschenformat gehaltene Buch in Form von 98  Schritt-für-Schritt Anleitungen, Hilfestellungen für die tägliche Arbeit auf Station zu bieten.

Hierzu gliedert der Autor das Buch in 16 Kapitel, die durch seitliche Einfärbungen schnell auffindbar sind. Themen der Kapitel sind zum Beispiel Kommunikative Fähigkeiten, Grundfertigkeiten, Kardiologie, Neurologie, Pädiatrie aber auch Administrative Fähigkeiten.
Kurz: Die basalen „Skills“ aller wichtigen Fachgebiete werden angesprochen

Bei der Beschreibung der einzelnen Arbeitstechniken geht der Autos stets nach dem gleichen Schema vor. Er unterteilt den Ablauf z.B. einer Venenpunktion in Vorbereitung, Ausrüstung, Ablauf und Nachbereitung. Diese Strukturierung erleichtert das Arbeiten mit dem Survivalbook und beugt Verwirrungen vor. Allerdings führt es auch dazu, dass „sich dem Patienten vorstellen“ wahrscheinlich genau 98 mal in diesem Buch vorkommt. Aber vielleicht führt dieses Gebetsmühlenartige wiederholen ja dazu, dass es in Zukunft wirklich jeder Arzt schafft sich vorzustellen.

Ergänzt werden die stichpunktartigen Arbeitsanleitung durch Tabellen, in denen z.B. Differentialdiagnosen aufgelistet sind oder die noch mal einen kurzen Überblick über die wichtigsten viralen und bakteriellen Kinderkrankheiten geben. Sehr gelungen finde ich auch die Tabelle, in der die einzelnen Primär- und Sekundäreffloreszenzen der Haut bildlich dargestellt und kurz beschrieben werden. Derma-Sachen eben die man wissen sollte aber nicht unbedingt ad hoc wissen wird.

Das dieses Buch kein Ersatz für ein Lehrbuch sein kann wird anhand seines Umfangs und der stichpunktartigen Informationsübermittlung schnell klar, aber diesen Anspruch erheben weder  der Autor noch der Herausgeber des Survivalbooks.
Auch der Anspruch auf Vollständigkeit und Ausgereiftheit wird nicht gestellt. Ganz im Gegenteil: In einem Aufruf zur Mitarbeit wird ausdrücklich dazu aufgefordert sich an der Weiterentwicklung des Survivalbook zu beteiligen. Hierzu wurde extra die Homepage www.survivalbook.de generiert, auf der man sich in Foren zu den einzelnen Kapiteln äußern kann.

Fazit: Ob man die Hilfestellungen die dieses Buch bietet wirklich braucht muss wohl jeder für sich selbst herausfinden, ich werde es bei meiner nächsten Famulatur auf jeden Fall in der Kitteltasche haben und auf seine praxistauglichkeit testen.

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